CHRISTOPH MARTIN WIELAND

CONSEQUENTLY

NO PASSION, NO PRECONCIEVED OPINIONS,

NO PERSONAL MOTIVE SHOULD BE PERMITTED

TO KNOWINGLY INFLUENCE THEIR

REPORTS OR COMMENTS.

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ÜBER DEN GLAUBEN AN MAGIE
UND GEISTERERSCHEINUNGEN

VIII. 24. S. 74-76/92
nicht übersetzter Text

Selbst der aufgeklärtere Teil der Menschen – Personen, die es auf keine Weise von sich gesagt wissen möchten, daß sie Gespenster, Gespenstererscheinungen, und was in dieses Fach gehört, im Ernste zu glauben fähig wären – unterhalten sich doch gern mit Gesprächen oder Lektüren dieser Art. Von Kindheit an wird unsere Einbildungskraft mit Bildern, Märchen, und angeblichen Geschichten angefüllt, welche sich auf diesen Glauben gründen und ihre ansteckende Kraft an uns beweisen. Wie viel endlich unter allen Völkern die Religion beigetragen habe, diese Disposition in den Gemütern der Menschen zu verstärken, braucht hier kaum erwähnt zu werden. Eben darum, weil der Hang zum Übernatürlichen, und der Wunsch mehr zu wissen und zu können, als Menschen wissen und können sollen, das arme menschliche Geschlecht von je her allen diesen Betrügern in die Hände geliefert hat: eben darum nenne ich diesen Hang, diesen Glauben, diesen Wunsch – die schwache Seite der menschlichen Natur; und eben darum ist es so nötig, daß wir uns da, wo die größte Gefahr ist, durch die untrüglichen Grundsätze, welche Natur, allgemeine Erfahrung und allgemeiner Menschenverstand darbieten, auch am stärksten zu befestigen suchen.

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